Mutter-Kind-Wohnen

In der Mutter-Kind-Gruppe des Heilpädagogischen Zentrums Haus Mutter Rosa werden bis zu 6 minderjährige Schwangere bzw. alleinerziehende junge Mütter aufgenommen, die beim Hereinwachsen in die Mutterrolle und für ein Leben mit Kind Unterstützung benötigen.

 

Die Mutter-Kind-Gruppe wird in einem großen Wohnhaus auf dem Hauptgelände unserer Einrichtung 24 Stunden betreut.

 

Das Betreuerinnenteam besteht aus derzeit 5 Planstellen und ist durch den hohen Qualifikationsanspruch multiprofessionell (Sozialpädagogen, Hebamme, Erzieherinnen im päd. Bereich).

Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit und Zielsetzung:

  • Sicherung des Kindeswohls durch das Erlernen notwendiger Maßnahmen hinsichtlich Ernährung, Hygiene und Pflege, der sozial- emotionalen Zuwendung sowie der Förderung und Anregung des Kindes
  • Förderung des Aufbau einer funktionalen Familie durch das schrittweise Hereinwachsen in die Mutterrolle; dies beinhaltet  u.a. die Vorbereitung auf die Geburt, das Bewusstmachen und die Unterstützung bezüglich der Alltags- und Lebensveränderungen, die Stärkung der Verantwortung gegenüber dem (ungeborenen) Kind sowie die praktische Anleitung zur altersgerechten Beschäftigung mit dem Kind.
  • Entwicklung und Förderung der Mutter-Kind-Beziehung; durch den alltäglichen Umgang mit dem Kind und das Bewusstmachen seiner existentiellen  Abhängigkeit wird diese unterstützt. Dort wo die spontane Liebe zum Kind ausbleibt, fördern wir einen Beziehungsaufbau über gemeinsame freundvolle Erlebnisse von Mutter und Kind, Erfahrungen in der Gruppe (Babymassage, Säuglingsstunde) und Vernetzung zu verschiedenen Beratungsstellen, Therapeuten und externen Gruppen.
  • Betreuungsschwerpunkt Mutter; dieser umfasst die sozial- emotionale Förderung und Anregung der Persönlichkeitsentwicklung durch die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins der Mutter, das Erarbeiten von Strategien gegen psychische und physische  Überforderung und die behutsame Erweiterung der Belastbarkeit. Durch das Leben in der Wohngruppe werden soziale Kompetenzen ausgebaut, die Entwicklung von Konfliktfähigkeit und Konfliktlösungsstrategien gefördert. Der Kontakt mit anderen Frauen in ähnlichen Situationen beugt einer möglichen Isolierung vor.
  • Um die Verselbstständigung der jungen Frauen zu fördern, entwickeln wir mit ihnen eine eigene Lebensperspektive. Dies geschieht vor allem durch die Planung und Realisierung der schulischen oder beruflichen Integration und die Erweiterung der lebenspraktischen Kompetenzen.

 

 

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